BHC-Arena: Richtige Fragen, falsche Schlüsse

Anlässlich der heutigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, in der über die Aufstellung des Bebauungsplans für die BHC-Arena beraten und abgestimmt werden soll, erklärt Anja Liebert, stadtentwicklungspolitische Sprecherin und GRÜNE Fraktionsvorsitzende:

„Nachdem die CDU bei der letzten Sitzung zu dem Thema BHC-Arena Beratungsbedarf angemeldet hat und daher die Entscheidung verschoben wurde, hat sie zur heutigen Sitzung eine große Anfrage gestellt, in der viele wichtige Fragen enthalten waren, die auch meine Fraktion hat:

  • Warum gab es bislang keine Möglichkeit für die Politik, über das Thema zu diskutieren?
  • Warum wurden die Prüfergebnisse der Alternativstandorte, darunter auch die ehemalige Bergische Sonne, erst jetzt vorgelegt, wo es mit dem Aufstellungsbeschluss Westring im Grunde bereits eine Vorfestlegung für den Piepersberg in Solingen geben soll?
  • Was ist mit den Auswirkungen für die Anwohnenden an der Höhe in Vohwinkel?
  • Und gibt es überhaupt schon ein Betreiberkonzept des BHC, das die nachhaltige Wirtschaftlichkeit und die dauerhafte Finanzierung konkretisiert und sicherstellt?

Die vorliegende Antwort der Verwaltung zeigt, dass es auf viele dieser Fragen, insbesondere auf die letzte, noch keine Antworten gibt. Gerade vor diesem Hintergrund verwundert es sehr, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU heute erklärt hat, dass seine Fraktion dem Beschlussvorschlag trotzdem zustimmen wird. Wieso meldet man erst Beratungsbedarf an und stellt kurzfristig diese Fragen, wenn man trotz einer nicht zufrieden stellenden Antwort dann doch einknickt?“

Marc Schulz, GRÜNER Fraktionsvorsitzender:

„Wir wollen auch weiterhin, dass der BHC eine vernünftige Perspektive erhält, um sich dauerhaft in der ersten Handball-Bundesliga etablieren zu können. Die momentane Diskussion wirft aber immer mehr Fragen auf. Die Prüfung der Alternativstandorte hat ergeben, dass die Fläche auf Lichtscheid die beste bebaute Fläche für dieses Vorhaben im Bergischen Städtedreieck ist. Aber weder der BHC noch die Mehrheit der Politik scheinen an einer echten Diskussion interessiert zu sein. Anders lässt sich das Verhalten der CDU nicht erklären. Offensichtlich hat man sich am Ende trotz aller Bedenken nicht gegen den Koalitionspartner durchsetzen können. So ist die Union als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet“.

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