Eingangsklassen an Grundschulen werden neu berechnet

In der gestrigen Sitzung des Schulausschusses stellte die Verwaltung die Berechnungen für die geplanten Klassengrößen an Wuppertaler Grundschulen für das kommende Schuljahr vor (VO/1166/13). Dabei werden in Quartieren mit hohem sozialen Handlungsbedarf kleinere Eingangsklassen (Obergrenze 25 Schüler*innen je Klasse) gebildet. Die hierfür ursprünglich zugrunde gelegten Zahlen stammten allerdings aus dem Jahr 2009 und sind somit veraltet.

Marc Schulz, schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion:

„Dem Jugendhilfeausschuss werden zu seiner Sitzung am morgigen Donnerstag wesentlich aktuellere Zahlen über die soziale Lage in den Bezirken (Stand 2012) vorgelegt (VO/1158/13). Hierin werden in einzelnen Bereichen erhebliche Veränderungen beschrieben, so hat sich die Situation in den Bezirken Rott, Wichlinghausen-Nord und Heckinghausen bedauerlicherweise verschlechtert, wohingegen am Rehsiepen eine Verbesserung eingetreten ist.

Wir GRÜNE haben die Schulverwaltung in der vergangenen Woche auf diese aktuelle Vorlage und die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer Anpassung der Klassenplanung hingewiesen. Dankenswerter Weise hat der Schuldezernent auf unsere Nachfrage im Ausschuss bestätigt, dass es eine Neuberechnung geben wird.

So können die in den betroffenen Bezirken liegenden Grundschulen (GS Meyerstraße, OGS Friedhofstraße, OGS Thornerstraße und OGS Eichenstraße) abweichend von der bisherigen Planung zukünftig kleiner Eingangsklassen bilden, um die individuelle Fördermöglichkeit durch kleinere Lerngruppen in Quartieren mit erhöhtem Handlungsbedarf zu verbessern“.

Paul Yves Ramette, jugendpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion:

„An diesem Beispiel wird allerdings auch deutlich, wie wichtig eine enge Verzahnung von Jugendhilfe und Schule ist. Es kann nicht sein, dass dem Fachbereich Jugendhilfe aktuelle Zahlen vorliegen und die Schulverwaltung mit veralteten Daten plant, weil zwischen den beiden Ressorts offenbar keine regelmäßige Abstimmung stattfindet. Wenn Erhebungen zur sozialen Situation in den Bezirken mehr als pure Statistik sein soll, muss konsequent fachbereichsübergreifend gearbeitet werden, um die diagnostizierten Handlungsbedarfe auch zu erfüllen. Dafür stehen den einzelnen Ressorts unterschiedliche Instrumente zur Verfügung, die Frage der Bildung kleiner Eingangsklassen ist nur ein Aspekt. Hier gibt es in Wuppertal offensichtlich noch erhebliches Optimierungspotential und die Verantwortlichen sollten sich im Interesse der Kinder und Jugendlichen um eine verstärkte Kooperation bemühen“.

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