BHC-Arena: Rückzug in die Schmollecke bringt niemanden weiter

Zu den Vorwürfen des Bergischen Handball-Clubs (BHC), die Wuppertaler Politik wolle die BHC-Arena zum Scheitern bringen, erklärt Marc Schulz, GRÜNER Fraktionsvorsitzender:

„Ich kann die Unzufriedenheit des Bergischen Handball-Clubs darüber, dass die Beratungen in Wuppertal zur geplanten BHC-Arena am Piepersberg stocken, durchaus nachvollziehen. Allerdings muss sich auch der Verein die Frage stellen, ob die einseitige Schuldzuweisung in Richtung der Wuppertaler Politik wirklich angemessen und richtig ist. Wenn, wie in den letzten Tagen geschehen, sowohl die Wuppertaler CDU als auch der Parteivorsitzende der Wuppertaler SPD Diskussionsbedarf anmelden und damit unsere Position aufgreifen, dann sollte das für den BHC das Zeichen sein, dass die bisherige einseitige Konzentration auf den Standort Piepersberg-West in Solingen vielleicht die falsche Strategie war. Zumal die politische Debatte darüber, wo die Halle am besten hingehört, bislang noch gar nicht öffentlich geführt werden konnte, da die Ergebnisse der Untersuchung anderer Standorte erst jetzt, wo auch gleichzeitig die Entscheidung für den Piepersberg vorbereitet werden soll, vorgelegt wurde.

Ich verstehe die Haltung der Wuppertaler Politik nicht als eine generelle Absage an das Projekt, sondern als Angebot an den Verein, sich über die Frage auszutauschen, welche Fläche hierfür am besten geeignet ist. Wir GRÜNE haben hierzu mit dem Grundstück des ehemaligen Freizeitbades Bergische Sonne bereits vor Monaten einen Vorschlag eingebracht, der meines Wissens nach von den Verantwortlichen bislang nie ernsthaft in Betracht gezogen wurde, obwohl er laut Gutachten in die engere Auswahl gezogen werden müsste.

Absolut nicht nachvollziehen kann ich die Unterstellung des Vereins, die Wuppertaler Politik verzögere die Entscheidung wissentlich, um das Projekt scheitern zu lassen. Das Gegenteil ist der Fall: es geht um den optimalen Standort für eine Multifunktionshalle im Bergischen Städtedreieck, die langfristig erfolgreich sein kann. Dazu fehlt seitens des BHC bis heute immer noch ein konkretes Konzept, wie nicht nur der Bau, sondern auch der Betrieb nachhaltig betrieben werden kann. Deshalb wäre es aus unserer Sicht ratsam, wenn alle Beteiligten zunächst ihre Hausaufgaben machen und ihre Beratungen abschließen würden, um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Es muss darum gehen, eine Lösung zu finden, die einerseits dem BHC die sportliche und wirtschaftliche Perspektive verschafft, um auch zukünftig auf Spitzenniveau mitspielen zu können und andererseits einen zentralen Hallen-Standort zu finden, ohne wertvolle, unbebaute Fläche zu opfern. Alternativen sind wie wir jetzt wissen reichlich vorhanden, der BHC und die Stadtspitzen müssen dafür aber ihre Fokussierung auf den Piepersberg ablegen anstatt sich jetzt in die Schmollecke zurückzuziehen. Dann bin ich mir sicher, dass es für das Vorhaben auch eine breite politische Mehrheit in den Städten geben wird“.

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